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Ricarda Büttgen in Euskirchen

Kunst im Rathaus – Ricarda Büttgen - 18. Januar bis 21. März 2008

Auszüge aus der Einführung von Dr. Reinhold Weitz am 18.1.2008

ric_buettgen.jpg ...“Eine Vernissage ist stets eine Herausforderung unter der Frage, ob das, was ausgestellt wird, Kunst ist.
Für Joseph Beuys kommt Kunst von Kunde. ‚Man muß etwas zu sagen haben‘, aber ‚man muß es auch sagen können‘. ...
Chargesheimer gab den Rat, ‚lernen zu sehen und anders zu sehen‘.... Wer sie (Ricarda Büttgen) in ihrem Atelier besucht, ist überrascht, wieviel da zusammenpaßt, was zu ihrer künstlerischen Existenz gehört....Ein Mensch, der hier lebt und arbeitet, muß Ausdauer mitbringen und von seiner Aufgabe überzeugt sein. ‚Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er es auch zu malen‘. (C.D. Friedrich) Damit wären wir bei der Landschaftsmalerei ...

.. Spätestens seit Gerhard Richter wissen wir, daß auch die zeitgenössische internationale darstellende Kunst sich ihr wieder zuwenden darf.....Wer unter den lebenden Künstlern nach Vertretern der Landschaftsmalerei sucht, kommt an Ricarda Büttgen nicht vorbei.....Das Zusammenspiel von Himmel und Erde, wie es nur an einem Ort und zu diesem einen Zeitpunkt erlebbar war, sind Thema und Ziel der malerischen Arbeit von Ricarda Büttgen....Landschaften werden zu Seelenlandschaften...Ricarda Büttgen hat für die Eifelmotive und die wesensverwandten Naturszenen aus Island viele große Formate gewählt und sie in ... Aquarelltechnik bearbeitet....Als großflächig aufgetragener Malgrund und auf große Leinwände gespannt begegnet uns diese Technik selten...Da gibt es zwei Bildtypen – zum einen solche, wo die dunklen Farbtöne ... ineinander übergehen, die scharfen Konturen verwischen und zusätzlich die Weite der Landschaft verstärken...Sie vermittelt einen Eindruck von Ruhe und Kraft. Menschen kommen auf diesen Bildern nicht vor. Zum anderen ist da die Gruppe der bewegten Bilder, von denen durch Farbkontrase, die surreale Gegenüberstellung von großen und kleinen Naturgegenständen und durch kräftige, dunkle Linien eine beunruhigende Dynamik ausgeht....Wir sollten uns einig sein, daß Ricarda Büttgens großformatige Landschaften auf hellen Wänden und in weiten Räumen als Ensemble erst ihre ganze Schönheit entfalten....Es bleibt zu wünschen, daß .... sich der Malerin einmal ein Laudator und Galerist annimmt, der ihre Arbeiten besser zu würdigen weiß.“
(fs)
 
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